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title: "Kunstausstattung Schloss Bellevue"
date: 2022-11-15
last_modified: 2026-08-13T10:59:36+02:00
generated_at: 2026-10-07T05:50:34Z
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description: "Leihgaben aus den Kunstsammlungen des Berlin Museums waren von 2021 bis 2026 in Schloss Bellevue ausgestellt."
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language: "de"
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# Kunstausstattung Schloss Bellevue

![Gemälde](https://cdn.berlin.museum/wp-content/uploads/2022/11/elisabethmakarianicolai_stadtmuseumberlin-240x300.jpg)

**Im Oktober 2021 wurden vier Säle von Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, mit Leihgaben des Berlin Museums künstlerisch neu ausgestaltet. Kurator war Dr. Jan Mende, zugleich Kurator des Knoblauchhauses. Bis zur Sanierung des Schlosses 2026 waren die Leihgaben in Schloss Bellevue ausgestellt.**

## Dauerpräsentation im Schloss Bellevue

Schon 2020 hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den „Robert-Blum-Saal“ der 1848er Revolution gewidmet. Im Oktober 2021 folgten die Themen „Aufklärung“ und „Jüdische Salons um 1800“ sowie zwei Räume, die dem preußischen Stararchitekten [Karl Friedrich Schinkel](https://www.berlin.museum/artikel/karl-friedrich-schinkel) sowie den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt gelten. Mit diesem deutlichen Bezug zur bürgerlich geprägten Epoche der Aufklärung wollte der Bundespräsident daran erinnern, „was Preußen auch war und hätte sein können“.

![Büste](https://cdn.berlin.museum/wp-content/uploads/2022/11/bste_karlfriedrichschinkel_tieck_stadtmuseumberlin-200x300.jpg)

Mit der Auswahl der Kunstwerke war Dr. Jan Mende beauftragt worden, der als Kurator am Berlin Museum tätig ist. Dabei fanden auch Kunstwerke aus dem Bestand des Berlin Museums Verwendung.

Es war zum einen die berühmte Schinkel-Büste von der Hand des Bildhauers Friedrich Tieck. Sie flankierte eine ganze Kupferstichfolge „Architektonischer Entwürfe“ von Schinkel, und auch das aufsehenerregende Mineralienkabinett im Humboldt-Raum wurde begleitet von Portraits der beiden Brüder aus dem Bestand des Berlin Museums. Im Mittelpunkt standen hier fünf Schaukästen mit Steinproben, die Alexander von Humboldt aus Mexiko, Italien, Russland und Kasachstan mitgebracht hatte – Leihgaben des Museums für Naturkunde Berlin.

Eigentlicher Höhepunkt der Kunstausstattung war der neue „Salon Voltaire“: Er enthielt nicht nur Büsten des französischen Philosophen Voltaire und des preußischen Königs Friedrich II., sondern vor allem ein ganzes Bilderkabinett mit Portrait-Darstellungen des Schweizer Malers Anton Graff. Mit seinen Charakter-Bildnissen bediente Graff seinerzeit die Nachfrage der „gebildeten Stände“ nach Individual-Portraits bürgerlicher Prägung. Er gilt als Portraitist der Dichter und Denker.

![Ausschnitte der Portraits des Verlegers Friedrich Nicolai (links) und des Lyrikers Karl Wilhelm Ramler von Anton Graff](https://cdn.berlin.museum/wp-content/uploads/2022/11/nicolai_ramler-300x251.png)

### Anton Graff im „Salon Voltaire“

Von den im „Salon Voltaire“ präsentierten sechs Gemälden stammten drei aus der Gemäldesammlung des Berlin Museums: die Portraits der Eheleute Elisabeth Makaria Nicolai (entstanden um 1795, vermutlich als Gedächtnisbild nach dem Tod, siehe Titelbild des Beitrages) und Friedrich Nicolai (entstanden 1783) sowie ein Bildnis des Lyrikers Karl Wilhelm Ramler (entstanden um 1775). Portraitsammlungen bürgerlichen Zuschnitts waren im 18. Jahrhundert sehr populär. Sie sind auch im Halberstädter Gleimhaus bis heute erhalten. Der „Salon Voltaire“ nahm diese Tradition auf und verwies damit auf die Aufklärungsbewegung, die ganz auf Vernunft und bürgerliche Freiheit setzte.

[  Zur Ausstellungswebsite ](https://www.bundespraesident.de/DE/Home/home_node.html)

Ausstellungsort

**Ort**
Schloss Bellevue
Amtssitz des Bundespräsidenten
Spreeweg 1
10557 Berlin

## Mehr erfahren

[ ![Portraitansicht von Karl Friedrich Schinkel](https://cdn.berlin.museum/wp-content/uploads/2024/01/karl-friedrich-schinkel-281x300.jpg)

### Karl Friedrich Schinkel

Schinkel (1781–1841) war eine vielseitig begabte Persönlichkeit – als Architekt, Baubeamter, Denkmalpfleger und Stadtplaner, als Maler, Zeichner, Bühnenbildner und Designer. Seine zahlreichen Bauwerke prägen Berlin bis heute.

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](https://www.berlin.museum/artikel/karl-friedrich-schinkel)

[ ![Holzstich aus dem Jahr 1887, auf dem Menschen in einer Küche zu sehen sind. Es handelt sich um eine von zwei Küchen im barocken Berliner Schloss.](https://cdn.berlin.museum/wp-content/uploads/2022/08/Schlosskueche_SchlossBerlin-300x225.jpg)

### Das Berliner Schloss als Arbeitsplatz

Das Berliner Schloss war lange Herrschersitz. Doch wer herrschte hier eigentlich wirklich? Ein Blick in den Arbeitsalltag des Schloss-Personals um 1730, zur Zeit von König Friedrich Wilhelm I.

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](https://www.berlin.museum/artikel/berliner-schloss-um-1730)

[ ![Kupferstich](https://cdn.berlin.museum/wp-content/uploads/2022/11/40_Brandenbg-Tor_GDR-75str17333-e1738912571937-300x242.jpg)

### Mit Heinrich Heine durchs alte Berlin

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Video

](https://www.berlin.museum/video/mit-heinrich-heine-durchs-alte-berlin)

[ ![E. T. A. Hoffmann und Ludwig Devrient als Stammgäste im Weinhaus Lutter & Wegner, Gemälde von Hermann Kramer (Öl auf Leinwand)](https://cdn.berlin.museum/wp-content/uploads/2023/07/eta-hoffmann-ludwig-devrient-230x300.jpg)

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](https://www.berlin.museum/artikel/e-t-a-hoffmann)

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