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title: "Gleichberechtigte Bürger:innen"
date: 2022-10-26
last_modified: 2026-07-17T11:51:43+02:00
generated_at: 2026-07-27T11:34:25Z
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description: "Eine Freifläche in der Berlin Ausstellung im Humboldt Forum"
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language: "de"
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# Gleichberechtigte Bürger:innen

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![Portraits von Menschen in Schwarz-Weiß auf ausgedrucktem Papier vor blauer Wand](https://www.berlin.museum/wp-content/uploads/2022/10/MIS_5479-1920x1280-1.jpg)

![Hängende Plakate auf denen steht: Sinti und Roma: Wer sind wir?](https://www.berlin.museum/wp-content/uploads/2022/10/MIS_5517-1920x1280-1.jpg)

![Zwei Besucher:innen schauen auf den Bildschirm auf der blauen Wand der Freifläche, dort wird eine Doku über die Geschichte der Sinti und Roma gezeigt](https://www.berlin.museum/wp-content/uploads/2022/10/MIS_5929-1920x1280-1.jpg)

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„Gleichberechtigte Bürger:innen“ ist eine Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma auf der Freifläche im Raum „Berlin-Bilder“ bei BERLIN GLOBAL.

**Ort**
Berlin Ausstellung im Humboldt Forum
Schloßplatz
10178 Berlin

**Eintritt**
7,00€ / 0,00€ (ermäßigt)

**Öffnungszeiten**
Mo + Mi – So | 10:30 – 18:30 Uhr
Di | geschlossen

Letzter Einlass ist um 17:15 Uhr.

**Sonderzeiten**

Mo | 20.03. | 10:30 – 13:30 Uhr
auf Grund einer internen Veranstaltung

Sie geht auf die Geschichte Berliner Sinti und Roma seit der Weimarer Republik ein, im europäischen Geflecht wie durch persönliche Biografien. Im Zentrum steht die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma: für eine Anerkennung des Holocausts, gegen den Antiziganismus und für eine Normalität als gleichberechtigte Bürger:innen. Über die historische Auseinandersetzung hinaus zeigt die Ausstellung im Raum „Berlin-Bilder“ zwölf zeitgenössische Porträts aus der Serie „[RomaRising](https://www.romarising.com/)“ des Fotografen Chad Evans Wyatt sowie das Grimme-Preis gekrönte [RomArchive](https://www.romarchive.eu/de/).

![Blick auf die Freifläche mit hängenden Leinwänden, auf dem Text zu sehen ist und ein blaues Kleid](https://www.berlin.museum/wp-content/uploads/2022/10/BG_Gleichberechtigte-Buerger_innen_5-c-Dokuzentrum-Deutscher-Sinti-und-Roma-KPB-Berlin-Stadtmuseum-Berlin-Foto-Michael-Setzpfandt-1920x1280-1-300x200.jpg)

Sinti und Roma leben seit über 600 Jahren in Deutschland und waren bis in die 1930er Jahre anerkannte Bürger:innen der Stadt Berlin. Mit den Nürnberger Rassengesetzen unterwarf das Nazi-Regime 1935 Sinti und Roma den gleichen diskriminierenden und ausgrenzenden Bestimmungen wie die jüdische Bevölkerung. Wenige Jahre später wurden Sinti und Roma in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Im besetzten Europa fielen dem Holocaust an den Sinti und Roma etwa 500.000 Menschen zum Opfer.

Dennoch mussten Überlebende und ihre Nachfahren jahrzehntelang für die Anerkennung des Holocaust an der Minderheit kämpfen. Erst mit dem 2012 in Berlin eingeweihten zentralen Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas erreichte die Bürgerrechtsbewegung einen wichtigen Schritt zur öffentlichen Sichtbarkeit. Doch noch immer setzen sich strukturelle und gesellschaftliche Vorurteile und [Antiziganizmus](https://www.bmi.bund.de/DE/themen/heimat-integration/gesellschaftlicher-zusammenhalt/unabhaengige-kommission-antiziganismus/unabhaengige-kommission-antiziganismus-node.html) fort. Gegen die Alltäglichkeit der Diskriminierung setzt die Ausstellung den titelgebenden Anspruch einer selbstverständlichen Anerkennung von Sinti und Roma als „Gleichberechtigte Bürger:innen“.

![Raumansicht der Freiflächen-Ausstellung, Besucher:innen beugen sich über die Texte](https://www.berlin.museum/wp-content/uploads/2022/10/MIS_5486-1920x1280-1-300x200.jpg)

Das 1997 gegründete [Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma](https://www.sintiundroma.de/) ging aus jahrzehntelanger Bürgerrechtsarbeit hervor. Es setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe der Minderheit ein. Zugleich agiert es als wissenschaftliche Facheinrichtung für die Erforschung und Dokumentation der Geschichte der Sinti und Roma, für politische Bildungsarbeit sowie für zeitgenössische Kunst- und Kulturprojekte. Die Freifläche wurde von André Raatzsch und Jan Kreutz kuratiert.

## Programm

![](https://www.berlin.museum/wp-content/uploads/2022/10/Freiflaechen_07_853p-300x200.jpg)

### Die Freiflächen

Die Freiflächen sind drei Bereiche der Ausstellung BERLIN GLOBAL, die von Initiativen, Organisationen und freien Gruppen bespielt werden. Ziel dabei ist, unbekannte, aktivistische und unterrepräsentierte Perspektiven und Themen sichtbar zu machen. Die Projekte werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt und über jeweils 9 Monate zusammen mit dem Stadtmuseum Berlin entwickelt und umgesetzt. Danach ist die Ausstellung ein Jahr lang in BERLIN GLOBAL zu sehen.

[  Weitere Infos ](/die-freiflaechen/)

## Info &amp; Service

## Öffnungszeiten

Mo + Mi – So | 10:30 – 18:30 Uhr
Di | geschlossen

Letzter Einlass ist um 17:30 Uhr.

## Anfahrt

Schloßplatz
10178 Berlin

[  Google Maps ](https://g.page/humboldtforum?share)

[  Bus &amp; Bahn ](https://www.bvg.de/de/verbindungen/verbindungssuche)

## Tickets

## Tagesticket

9 Euro / 0 Euro (ermäßigt)

[  Ticketshop ](https://tickets.humboldtforum.org/#/tickets/time?museum_id=1&exhibition_id=1&group=day)

### Freier Eintritt: Solidarisches Bezahlmodell

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, für Studierende, internationale Studierende, Personen mit elektronischem Aufenthaltstitel (eAT), FSJ-Leistende, bei Bezug von Transferleistungen (ALG I / Bürgergeld) oder bei Schwerbehinderung (mind. 50 %), für Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehinderung (mind. 50 %), Inhaber:innen des Museumspass Berlin, Presse, Partnerinstitutionen, Fördernde und Mitglieder der Fördervereine, ICOM-Mitglieder. Bis zum Ende des Ausstellungsprojekts „Beziehungsweise Familie“ im Humboldt-Forum erhalten Inhaber:innen eines gültigen Tickets für das Humboldt-Forum kostenfreien Eintritt ins Museum Knoblauchhaus.

### Sonderpreis 5 Euro

für Ehrenamts-Card-Inhaber:innen, Mitglieder der Theater Gemeinde Berlin und mit der WelcomeCard 2023

## Kontakt

Bei Fragen rund um deinen Besuch wende dich bitte direkt an den Besuchsservice des Humboldt Forums.

Mo – Fr | 10 – 18 Uhr
**+49 30 99 211 89 89**
Zum [Kontaktformular](https://www.humboldtforum.org/de/kontakt)

## Vor Ort

### Medienguide

Die **BERLIN GLOBAL** **App** ist ausschließlich vor Ort über den Medienguide abrufbar. Ein Leihgerät dafür ist am Infotresen im Hauptfoyer des Humboldt Forums erhältlich. Die Leihgebühr beträgt 3 Euro. Bezahlt wird an der Kasse. Dort gibt es einen Voucher, mit dem das Gerät am Infotresen abgeholt werden kann. Das Hauptfoyer mit Kasse und Infotresen befindet sich im Erdgeschoss.

Auf dem Medienguide ist auch die [**Humboldt Forum App**](https://guide.humboldtforum.org/de/) zu finden, die Touren im gesamten Gebäude und weiterführende Informationen bereit hält. Die verfügbaren Sprachen sind Chinesisch, Deutsch, Deutsche Gebärdensprache (DGS), Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Es gibt auch eine [BERLIN GLOBAL Tour](https://guide.humboldtforum.org/de/explore/tours/10), die – alternativ zur ausführlicheren **BERLIN GLOBAL App** – kurze Infos zu den einzelnen Räumen und zu ausgewählten Objekten der Ausstellung gibt. Die **Humboldt Forum App** und alle Touren sind jederzeit kostenfrei [online](https://guide.humboldtforum.org/de/) verfügbar.

### Sprachen

Die Ausstellung bietet Erlebnisse für alle Menschen: Viele Inhalte werden in zwölf Sprachen (Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Deutsche Gebärdensprache (DGS),[ ](https://berlin-global-ausstellung.de/global/arabic/)Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und Türkisch) vermittelt, vereinzelt in den Ausstellungsmedien und in größerem Umfang im Medienguide.