Chorus
Eine Sound-Installation von Annika Kahrs
Was passiert, wenn eine Kirche selbst zu klingen beginnt? In ihrer neuen Sound-Installation „Chorus“ verwandelt die Künstlerin die Nikolaikirche in einen begehbaren Klangkörper.
Ort
Nikolaikirche
Nikolaikirchplatz
10178 Berlin-Mitte
Öffnungszeiten
täglich | 10 – 18 Uhr (auch an Feiertagen)
Eintritt
7 Euro (Einzel-Ticket) | 15 Euro (Kombi-Ticket*) | Eintritt frei (unter 18 Jahren oder mit Ermäßigung)
* Gilt für unsere drei Museen im Nikolaiviertel (Nikolaikirche, Ephraim-Palais, Knoblauchhaus) an zwei aufeinanderfolgenden Tagen.
Die Sound-Installation von Annika Kahrs folgt einer räumlichen und zeitlichen Choreografie. Zur vollen Stunde beginnt sie im Freien und führt über sieben Stationen allmählich ins Innere der Kirche, vom Glockenspiel über den Eingangsbereich, die Orgel und den Chorraum bis ins Mittelschiff – ein Klangkörper, durch den du dich bewegen kannst.
In der Musik hat das Wort Chorus verschiedene Bedeutungen. Das Prinzip eines Chorus findet sich in der Arbeit der Künstlerin auf unterschiedlichen Ebenen wieder. Einzelne Stimmen und Klänge stehen dabei für sich und treten zugleich miteinander in Beziehung. Wie bei einem Chor stehen die Klänge dabei nicht nur für sich allein. Sie sind auch nebeneinander, übereinander und miteinander zu hören.
Die Sounds und Kompositionen der Installation greifen geschichtliche und gesellschaftliche Bezüge der Nikolaikirche auf. Mit Sounds, die Annika Kahrs in Berliner Bezirken aufgenommen hat, trägt sie wiederum heutige Klänge in den Kirchenraum. Dort bilden ihre Field Recordings einen losen Chor der Stadt. Die Kirche wird zum Resonanzraum für Berlin.
Tipp
Die vollständige Sound-Installation kannst du montags bis freitags zwischen 12 und 18 Uhr (jeweils zur vollen Stunde) erleben. Zusätzlich ist die Installation donnerstagabends und am Wochenende, ohne das Glockenspiel der Nikolaikirche, zu hören.
Vinyl-LP
Begleitend zur Ausstellung erscheint 2027 eine Vinyl-LP in der Reihe „n.b.k. Records“, produziert vom Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) und Ediciones Inauditas.
Über die Künstlerin
Annika Kahrs (geb. 1984) lebt und arbeitet in Berlin. Im Zentrum ihrer Performances, Videos und Sound-Installationen stehen Funktionen von Musik, ihre kommunikative Rolle und ihre formalen Eigenschaften. Häufig arbeitet Kahrs dabei disziplinübergreifend und beschäftigt sich mit der Frage, wie Klang soziale, politische und ökonomische Zusammenhänge prägt.
Die Sound-Installation wird zur Eröffnung und an drei weiteren Terminen von Berliner Musiker:innen und Produzent:innen live aktiviert. Das Programm haben Annika Kahrs und der in Berlin lebende Promoter und DJ Ozan Maral gemeinsam kuratiert.
Impressum
Sound-Installation: Annika Kahrs mit Kompositionen von Louis d’Heudières
Kuratorin: Suy Lan Hopmann, unterstützt von Felix Eickelmann (beide Berlin Museum)
Abmischung, Sound Design & Musikproduktion: Ariel Schlichter
Medienkunsttechnik: ephemer.art / Technische Leitung: Daniel Schulz, Mitarbeit: Robert Rehnig
Künstlerische Produktionsleitung: Rosanna Graf
Tonaufnahmen: Miguel Murrieta Vásquez
Tonstudio: Bye Bye World, Jared Meier-Klodt
Komposition: Louis d’Heudières
Musiker:innen: Berliner Mädchenchor (Leitung: Patrizia von Palubitzki), Nina Guo, Louis d’Heudières, Alexander Moosbrugger, Weston Olencki, Fynn & Miko Rosenwinkel, Taubenhaus Südkreuz, die Stadt Berlin
Außenaufnahmen (Field Recordings): Rosanna Graf, Annika Kahrs, Ozan Maral, Levente Pavelka
Ausstellungsdesign: Oeken Schwindling
Grafikdesign Inlay/Publikation: CAL Office (Laurens Bauer und Casper Reuss)
Gemeinsam mit
Programm
Von Oktober 2026 bis April 2027 ergänzt ein Konzert-Programm die Installation, kuratiert von Beate Tast-Kasper (Berlin Museum). Bei Live-Programmen und Veranstaltungen ist „Chorus“ nicht zu hören. Weitere Infos zum Programm, zu den Terminen und zu den Tickets folgen in Kürze.
Barrierefreiheit
S-Bahn: S3, S5, S7, S9 „Alexanderplatz“ (Entfernung bis zum Museum ca. 700 m)
U-Bahn: U2 „Klosterstraße“ (Entfernung bis zum Museum ca. 800 m), U5 „Rotes Rathaus“ (Entfernung bis zum Museum ca. 300 m)
Bus: 200 „Rotes Rathaus“ (Entfernung bis zum Museum ca. 270 m)
Tram: 12, M1, M4, M5, M6 „Spandauer Straße / Marienkirche“ (Entfernung bis zum Museum ca. 600 m)
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg bietet mit dem kostenlosen VBB Bus & Bahn-Begleitservice Unterstützung bei der Anfahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr.
Parkmöglichkeiten
In der Rathausstraße gibt es zwei öffentliche Parkplätze für Menschen mit Behinderung (Entfernung bis zum Museum ca. 200 m).
Zu Fuß
Der Weg zum Museum ist streckenweise nicht leicht begeh- und befahrbar.
Die Eingangstür ist eine Einflügeltür ohne Automatik, im Eingangsbereich folgt eine Glastür, unsere Mitarbeiter:innen helfen dir auf Wunsch gern.
Türen und Durchgänge sind mindestens 90 cm breit. Ausnahmen: Der Durchgang vor der Treppe zur Orgelempore ist 80 cm breit, WC-Türen sind weniger als 70 cm breit.
Der Kassentresen ist 106 cm hoch; keine andere, gleichwertige Kommunikationsmöglichkeit im Sitzen vorhanden.
Einige Bereiche sind nur über Stufen/Treppen erreichbar:
– Sakristei über 4 Stufen mit Handlauf
– Münzkabinett über 5 Stufen mit Handlauf
– Orgelempore über 35 Stufen mit Handlauf
– WC über 3 Stufen (Türbreite 65 cm, WC ist nicht barrierefrei).
Der Chor-Bereich ist durch das linke Seitenschiff über eine Rampe erreichbar (5 m lang, 6 Prozent Neigung).
Assistenzhunde sind in allen Bereichen willkommen.
Die Ausstellungsobjekte und Informationen sind überwiegend im Sitzen sichtbar.
Die Räume und Ausstellungsobjekte sind gut und blendfrei ausgeleuchtet (Ausnahme: Sakristei).
Informationen zur Ausstellung und den Objekten werden schriftlich und akustisch vermittelt.
In der Ausstellung stehen Tastmodelle zur Architektur des Gebäudes mit erklärender Audiodeskriptionspur sowie Informationen an den Modellen in Braille- und Profilschrift zur Verfügung.
Regelmäßig finden Hör- und Tastführungen sowie Führungen in Deutscher Gebärdensprache statt.
Ausführliche Informationen hierzu unter: www.reisen-fuer-alle.de
Tickets
Museums-Eintritt
Kombi-Ticket
15 Euro
Gilt für unsere drei Museen im Nikolaiviertel (Nikolaikirche, Ephraim-Palais, Knoblauchhaus) an zwei aufeinanderfolgenden Tagen (bitte Öffnungszeiten beachten)
Einzel-Ticket
7 Euro
Tagesticket für die Nikolaikirche
Eintritt frei
Mit Ermäßigungsnachweis
Für Kinder & Jugendliche unter 18 Jahren, Studierende, Azubis, FSJ-/FÖJ-/BFD-Leistende, Berlin-Ticket-S-Inhaber:innen, Schwerbehinderte (mind. 50 % GdB) sowie deren anerkannte Begleitperson, Geflüchtete (mit gültiger Arbeits- bzw. Aufenthaltsgenehmigung/eAT sowie ukrainischem Pass oder gültiger Aufenthaltsgenehmigung der Ukraine), Empfänger:innen von Transferleistungen (Bürgergeld, ALG I), Inhaber:innen der Ehrenamtskarte Berlin-Brandenburg, Inhaber:innen von Super-Ferienpass / Berliner Familienpass, ICOM-Mitglieder, Mitglieder des Deutschen Museumsbunds, des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Berlin e. V. (außer Museumsdorf Düppel), des Fördervereins Museumsdorf Düppel e. V., des Förderkreises Museum Knoblauchhaus e. V. sowie Medien-Vertreter:innen mit gültigem Presseausweis.
Info & Service
Öffnungszeiten
täglich | 10 – 18 Uhr (auch an Feiertagen)
abweichende Öffnungszeiten:
Sa | 29.08. | 10 – 2 Uhr (Lange Nacht der Museen)
Mo | 31.08. | geschlossen
ab Mo | 14.09. – 01.10. | geschlossen (Ausstellungsumbau)
Do | 24.12. | geschlossen (Heiligabend)
Fr + Sa | 25. + 26.12. | 12 – 18 Uhr (1. + 2. Weihnachtstag)
Do | 31.12. | geschlossen (Silvester)
Fr | 01.01.2027 | 12 – 18 Uhr (Neujahr)
Es gilt die Besuchsordnung der Stiftung Stadtmuseum Berlin.
Für Kinder
Es gibt ein kostenfreies Begleitheft für Kinder zur Dauerausstellung „Berlins Mitte“ in den Sprachen Deutsch, Englisch, Polnisch, Türkisch und Arabisch. Es liegt im Eingangsbereich bereit. Unser Team vor Ort hilft euch gerne weiter.
Museums-Shop
gleiche Öffnungszeiten wie das Museum
Anfahrt
Nikolaikirchplatz
10178 Berlin
Kontakt
Infoline
(030) 240 02 – 162
Mo – Fr | 10 – 18 Uhr
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