16. Jahrhundert
Zwischen 1501 und 1600 zählte die Bevölkerung der Doppelstadt Berlin-Cölln rund 10.000 Menschen. Handel, Handwerk und der Hof der brandenburgischen Kurfürsten prägten das Leben. 1539 führte Kurfürst Joachim II. die Reformation ein – Berlin wurde protestantisch. Der kurfürstliche Hof gewann an Bedeutung, prächtige Bauten entstanden, ab 1538 wurde das Berliner Schloss im Stil der Renaissance umgebaut und erweitert. Zugleich gehörten Pest, Brände und Überschwemmungen zum Alltag. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wuchs die politische Bedeutung der Stadt weiter. Noch war Berlin beschaulich, doch der Grundstein für seinen Aufstieg war gelegt.
Der Palast zu Coelln an der Spree – das spätere Berliner Schloss – in einer Darstellung von 1593. Vor dem Schloss finden festliche Ritterspiele statt, mit denen die Taufe von Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg gefeiert wird.
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