Halensee
Ab den späten 1880 Jahren entstanden auf ungenutzten Sandflächen und ehemaligen Spargelfeldern am östlichen Ufer des Halensees Mietshäuser, Villen und Vergnügungsstätten. Dazu gehörte mit dem „Luna-Park“ der damals größte Vergnügungspark Europas. Als Teil der selbstständigen Stadt Wilmersdorf war das Gebiet am westlichen Kurfürstendamm für die Berliner Bevölkerung ein beliebtes Ausflugsziel. 1920 wurde es zusammen mit Wilmersdorf ein Teil der Metropole. Nach dem 2. Weltkrieg veränderte sich die Gegend tiefgreifend. Durch Kriegsschäden und sozialen Wohnungsbau ging das großbürgerliche Erscheinungsbild der Straßen und Plätze verloren. Der Ausbau der Stadtautobahn zwischen 1956 und 1971 schnitt den zu Grunewald gehörenden Halensee weitgehend ab. Erst 2004 wurde Halensee aus Wilmersdorf herausgelöst und damit zu einem eigenen Berliner Ortsteil.