Halensee

Ab den späten 1880 Jahren entstanden auf ungenutzten Sandflächen und ehemaligen Spargelfeldern am östlichen Ufer des Halensees Mietshäuser, Villen und Vergnügungsstätten. Dazu gehörte mit dem „Luna-Park“ der damals größte Vergnügungspark Europas. Als Teil der selbstständigen Stadt Wilmersdorf war das Gebiet am westlichen Kurfürstendamm für die Berliner Bevölkerung ein beliebtes Ausflugsziel. 1920 wurde es zusammen mit Wilmersdorf ein Teil der Metropole. Nach dem 2. Weltkrieg veränderte sich die Gegend tiefgreifend. Durch Kriegsschäden und sozialen Wohnungsbau ging das großbürgerliche Erscheinungsbild der Straßen und Plätze verloren. Der Ausbau der Stadtautobahn zwischen 1956 und 1971 schnitt den zu Grunewald gehörenden Halensee weitgehend ab. Erst 2004 wurde Halensee aus Wilmersdorf herausgelöst und damit zu einem eigenen Berliner Ortsteil.

Der „Luna-Park“ am Halensee war ab den 1900er Jahren ein vielbesuchtes Ausflugsziel. In der Umgebung gab es auch beliebte Kinos. 1934 wurde der Vergnügungspark geschlossen, 1935 vollständig abgerissen. Heute befinden sich dort der Friedenthalpark, die Stadtautobahn A 100 mit der Anschlussstelle Kurfürstendamm und das Bürogebäude am Halensee.
Sammlung Stiftung Stadtmuseum Berlin

Berliner S-Bahnhöfe in den 1980ern und heute

Begleiten Sie uns anhand von historischen Aufnahmen des niederländischen Fotografen Fons Brasser und aktuellen Bildern auf einer Zeitreise zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Vergnügen am Stadtrand

Um Berlin, Teil 5: Der Stadtrand bietet bis heute Ausgleich zum Alltag in der Stadt. Um 1920 lockten zahlreiche Attraktionen die Berliner:innen hinaus. Wir stellen sie in historischen Grafiken vor.

Charlotte Berend-Corinth

Lange blieb Charlotte Berend-Corinth (1880 – 1967) auf die Rolle als Ehefrau und Muse des Malers Lovis Corinth beschränkt. Dennoch setzt sie schon früh künstlerische Akzente.